
MorE
Entwicklung eines Systems zum modellgestützten Energiemanagement von Produktionsanlagen in Echtzeit
Ein sparsamer Umgang mit Energie in Produktionsanlagen erlangt seit Jahren immer höhere Bedeutung, da die Energiekosten einen zunehmend größeren Teil der Produktionskosten ausmachen. Durchschnittlich fallen 5 Prozent der Produktionskosten auf Energiekosten, der Hauptteil dabei ist der Strombedarf. Je nach Produkt kann ihr Anteil steigen – bei Chemieprodukten z. B. auf über 50 Prozent. In vielen Ländern sind die Energie- und die Arbeitskosten günstiger als in Deutschland. Um den Produktionsstandort Deutschland langfristig zu sichern, ist es nicht nur wichtig, die Personalkosten konkurrenzfähig zu halten, sondern auch die Energiekosten der Produktion zu verringern.
Generelle Ansatzpunkte sind also:
- Absolute Verringerung des Energieverbrauchs
- Lastspitzen-freier Anlagenbetrieb.
Dabei ist insbesondere das Spitzenlastproblem essenziell. Spitzenlastanalysen werden heute bereits bei vielen Unternehmen standardmäßig durchgeführt. Eine Reihe von Produktionsmanagementsystemen (MES – Manufacturing Execution System) sind heute bereits in der Lage, bestimmte Szenarien zur Spitzenlastreduzierung zu implementieren. Diese energetische Anpassung erfolgt jedoch manuell.
Ziel des Projekts MorE ist es, den Energieverbrauch und besonders die Spitzenlast von Anlagen zu senken – und zwar in Echtzeit und ohne manuelle Eingriffe.

Partner:
Projektträger:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
AiF Projekt GmbH, ZIM - Kooperationsprojekte